Damenmode der 20er und 30er Jahre 30. Juni 2015

Die 20er Jahre leiteten eine neue Ära ein. Es begann die Zeit des wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs. Das Lebensgefühl der Menschen erwachte wieder, neue Kunst- und Baustile entstanden. Auch der Kleiderstil veränderte sich drastisch. Es kam zu entscheidenden Umbrüchen. Vorher galten bodenlange Röcke als schick. Die 20er Jahre hingegen zeichnen sich durch eine gewisse Freizügigkeit in der Mode aus. Bis zu den 30er Jahren blieb der Modestil aufregend, ungewöhnlich und provozierend.

Wieder erwachtes Lebensgefühl der 20er in der Mode ersichtlich

mode-20erDie Frauen in den 20er Jahren zeigten mehr Bein. Die Kleider und Röcke wurden also kürzer und reichten bis knapp über das Knie. Für damalige Verhältnisse kam diese Freizügigkeit einer Revolution in der Mode gleich. Auf vielen luxuriösen Abendveranstaltungen sah man verführerische Frauen in glänzenden Charleston-Kleidern. Lange Fransen zierten diese Kleider. Auf dem Kopf trug die Damenwelt Federn als Kopfschmuck, die oft an einem Stirnband befestigt waren. Ergänzt wurden diese Fransenkleider durch Seidenstrümpfe. Geschminkt waren die Frauen damals in sehr hellen Farben. Mit der typischen Kurzhaarfrisur – dem Bubikopf – wollten die Frauen zwischen den 20er und 30er Jahren auffallen. Pailletten-besetze Kleider oder farbenfrohe Röcke trugen dazu bei, dass die Frauen zum Hingucker wurden. Im Kontrast zu den ausgefallenen Rockmustern trugen die Damen sehr gern zarte Chiffon-Blusen, welche die Körperkonturen sanft hervorgehoben haben. Es gab in den 20er Jahren aber auch Kostüme, die aus Elementen der Herrenmode hervorgingen. Das unterstrich das neue Selbstbewusstsein und die Unabhängigkeit der Frauen. Gerade im Show-Bereich hat man ab den 20er Jahren oft emanzipierte Frauen in einem schwarzen Satin-Frack gesehen. Die Modeaccessoires wirkten ebenfalls exklusiv und einzigartig. Oftmals sah man Frauen in Kostümen mit Federboas, Perlenketten, einem Glockenhut und einer überlangen Zigarettenspitze. Diese Frauen wollten durch diese ungewöhnlichen Accessoires provozieren. Aufsehen haben sie auf jeden Fall erregt.

Damenmode der 30er Jahre

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In den 30er Jahren änderte sich der Modestil wieder. Die Frauen trugen gern elegante, schmalgeschnittene Kostüme. Die Haare wurden wieder etwas länger, die Augenbrauen wurden rasiert und nachgezogen. Ab den 30er Jahren wurden die Schulterpolster in Kostümen modern. Das schaffte eine neue Silhouette. Die Weiblichkeit der Frau wurde durch geschnürte Taillen betont. Durch eine schlanke Taille wurden wiederrum lange, schlanke Beine noch extra hervorgehoben. Das Schönheitsideal einer Frau in den 30er Jahren sah groß und schlank aus. Die weibliche Figur kam besonders gut im Prinzesskleid hervor. Dabei handelte es sich um ein wadenlanges Kleid mit einem glockig weiten Saum. An der Hüfte ist dieses Kleid eng geschnitten. In den 30er Jahren ist die Schrägverarbeitung der Stoffe völlig neu. Diese neue Verwendung der Stoffe streckte optisch die Figur der Frauen. Der Ausschnitt der Kleider erregte zu den damaligen Zeiten kein Aufsehen. In der Mitte der 30er Jahre wurde der Oberkörper der Damen in der Mode durch Puffärmel, Falten und Rüschen betont. Die asymmetrische Drapierung von Oberteilen galt als hochmodern. Zum Ende der 30er Jahre nahm diese Asymmetrie durch eine extrem starke Betonung der Schultern schon unnatürliche Formen an. Die Schulterpolster überragten dabei grotesk die übrigen Körperformen. Die doch sehr elegante Mode stand im Widerspruch zu den politischen Aktionen der damaligen Zeit. Die Weltwirtschaftskrise beschäftigte die Menschen in dieser Zeit. Deshalb konnten sich viele Frauen gar keine neuen Kleidungsstücke leisten. Sie veränderten ihre alten Kleider, nähten Schulterpolster in die Oberteile und betonten mit einem Gürtel die Taille. Die Frauen, die sich modische Vintage Kleider leisten konnten, entschieden sich besonders gern für das Sirenenkleid. Es bestand aus Samt, Spitze oder Satin und wirkte durch die hohe Taille besonders figurbetont. Abends zogen Frauen in den 30er Jahren sehr gern dekolletierte Abendkleider mit einem weitem Rückendekolletee an. Es war ein typisches Tanzkleid der damaligen Zeit. Aus Tüll und Taft gefertigte Reihen bildeten den Blickfang.

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